Jagdverein Untertaunus e.V.
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Hubertusmesse 2016

Eine persönliche Anmerkung zur Hubertusmesse 2016 in der Katholischen Kirche in Taunusstein-Wehen

Fast ein Jahr nach unserer letzten Hubertusmesse in der Kirche in Aarbergen-Daisbach, durfte das Bläsercorps des JAGDVEREIN UNTERTAUNS seine diesjährige Messe in der katholischen Kirche in Wehen blasen.

Dabei konnte das Corps die Andacht mit ihren Parforcehörnern musikalisch unterstützen.

Diese Hubertusmesse, die im ganzen Land zu Ehren des Heiligen Hubertus abgehalten wird, hat im JVU eine lange Tradition.

So wurde die erste Hubertusmesse 1974, unter der Leitung von Klaus Ochs, dem Vater unseres jetzigen Hornmeister Stefan Ochs, in Wehen auf dem Halberg abgehalten.

Von da an gehörte dieser Auftritt zum Pflichtprogramm des Bläsercorps und die Festlichkeiten fanden jedes Mal in einer anderen Kirche im Untertaunus statt.

Für die diesjährige Messe wurden wir von dem Pastoralreferenten Herrn Dr. Michael Graf aus Taunusstein angesprochen, der uns bei einer Beerdigung auf dem Friedwald in Wehen, blasen gehört hatte.

Wer noch keine Hubertusmesse besucht hat, wird sich am Anfang wundern, da es nicht nur um das Thema „Hubertus, Bischoff von Lüttich, etc. bei der Predigt geht, sondern erst meist auf Umwegen dieses erreicht wird.

So standen in der aktuellen Messe die Worte die Dr. Graf für seine Andacht wählte, am Anfang für so manch einen Zuhörer so gar nicht in Verbindung mit dem Schutzpatron der Jäger.

Er begann seine Predigt mit einem Vergleich den ein Minister im Rahmen des Bundeparteitages machte und damit einen Sturm der Entrüstung in seiner Partei auslöste.

Dr. Graf wies mit dieser Einleitung auf die Stellung unserer Werte, der Moral und Ethik in unserer Gesellschaft hin.

Damit legte er den Übergang zu der Hubertuslegende, die er mit seinen Worten interpretierte und er explizit darauf hinwies, dass Gott nicht die Jagd an sich verurteilt hat, sondern den Lebensstil des Adligen Hubertus, ganz so wie er es am Anfang in seiner Einleitung über die Werte der heutigen Gesellschaft deutlich machte.

So gab er damit den Jagdgegnern kein Futter, die ja immer behaupten die Abschaffung der Jagd wäre das Ziel Gottes, bei der Begegnung mit dem Hirsch gewesen.

Die Predigt fand ihr Ende mit der abschließenden Empfehlung , das wir alle das Alte und das Neue überprüfen und abwägen sollten, um hier den richtigen Weg zu finden.

Auch ich möchte hier einen Übergang zu „Alt und Neu“ finden.

Nach der Hubertusmesse und dem gemütlichen Ausklingen in der Krone unterhielt ich mich mit meiner Frau und lies den Abend Revue passieren. Wir sprachen darüber dass eigentlich sehr wenige Jäger im Verhältnis der Mitglieder im JVU und auch gerade aus der Nähe von Taunusstein da waren. Ich fragte sie und eigentlich ja auch mich selbst, warum das eigentlich so ist und noch ein Drittel der Plätze frei gewesen waren und warum auch danach beim gemütlichen Abend nur wenige den Weg fanden. Darauf antwortete meine Frau wie immer trocken:“ Die es interessiert hat sind gestorben oder zu Alt und die anderen haben halt kein Interesse daran“!

Meine erste Reaktion darauf war dann dass das gar nicht sein kann und dass das nicht stimmt.

Aber nachdem ich mir das dann nochmal durch den Kopf habe gehen lassen ist mir klar geworden, dass das gar nicht so weit hergeholt ist.

Das die Mitglieder des JVU es nicht wussten das wir an diesem Sonntag die Messe abhielten konnte nicht sein, da es im UTJ veröffentlicht wurde. Die Uhrzeit mit 17:00 Uhr war auch nicht zu spät und die Jagden da eigentlich schon zu Ende.

Also muss es ja andere Gründe haben.

Nun, ich möchte dass auch nicht weiter vertiefen, aber dazu einen Satz unseres ehemaligen und leider verstorbenen Organisationswartes Werner Drews, zum Abschluss hinzufügen.

Zur Hubertusmesse und Gesellschaftsabend schrieb Werner 1998 folgendes auf die Einladung: „..eine Veranstaltung, die allein unseren Mitgliedern, ihren Familien und Freunden gewidmet ist und wo jeder von uns durch seine Anwesenheit seine Verbundenheit zu unserem Verein bekunden könnte, ja sollte“.

Persönlich würde ich mir wünschen, das sich jeder mal seine Gedanken dazu macht und wir vielleicht die alten Zeiten, angefangen bei der Jahreshauptversammlung, dem Schiesswettbewerb und der Hubertusmesse und anderen Veranstaltungen, wieder aufleben lassen könnten.

Damit könnten und würden wir Jäger endlich die Verbundenheit zeigen, die anderer Tier- und Naturschützer, und auch „Jagdgegner“ schon lange für sich erkannt haben und damit erst so groß geworden sind, das sie uns Einzelkämpfern sagen können, wo es lang geht.

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit

A.LL.

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