Jagdverein Untertaunus e.V.
Jagdverein  Untertaunus e.V. 
Lothar Cramer

Justieren wir unser Wissen - Fortbildung ist unverzichtbar

 

Jede Jägerin und jeder Jäger kann nach bestandener Jagdscheinprüfung auf einen überaus vielseitigen, soliden Wissensschatz blicken. 

Dennoch: Jeder Absolvent einer Berufsausbildung weiß, dass seine Kenntnisse aufgefrischt werden müssen, um den ständig wechselnden Anforderungen des Arbeitsprozesses begegnen zu können. Auf unser Metier bezogen: Die Zahnformel des Fuchses, die Wildbiologie des Rotwildes und das Brutverhalten der Waldschnepfe wird sich sicher auf Jahre hinaus nicht ändern. Aber wessen Gesetzestext ist in fünf Jahren noch aktuell, wer kann auf Anhieb Äsungsflächen verbessern ohne neue Informationen und wer wäre so vermessen zu behaupten, die wichtigsten Wildkrankheiten und ihre Entstehung auch noch zehn Jahre nach der Jägerprüfung treffend beschreiben zu können? Sichern wir die Qualität unseres “Grünen Abiturs“ durch eine Justierung und eine gute Fortbildung!

 

Fortbildung im JVU

 

Ich möchte zu einer solchen mit folgender Initiative beitragen. Nach meiner Vorstellung sollte in unserem Jagdverein jedes Jahr eine, maximal zwei Veranstaltungen stattfinden zu Themen, die Jägerinnen und Jäger selbst ausgewählt haben. Damit sind nicht gemeint Vorträge vor großer Zuhörerzahl, sondern Seminare von etwa 2 Stunden Dauer, ausnahmsweise auch länger, mit etwa einem Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Größenordnung. So lässt sich effektiv arbeiten und die aufgenommenen Informationen auch hinterfragen und sichern. Dazu sollte im Sommer jeden Jahres ein Meldevordruck im „Untertaunus-Jäger“ abgedruckt werden, auf dem sich die Interessentinnen und Interessenten mit einem Themenvorschlag für das kommende Jahr eintragen. Ein Vorschlag dazu ist weiter unten abgedruckt. Natürlich lässt sich nicht zu jedem Themenvorschlag eine Fortbildung anbieten. Ich werde versuchen, die Themenvorschläge zu bündeln und bei ähnlichen Vorschlägen ein Thema als „gemeinsamen Nenner“ versuchen zu bestimmen. Ferner werde ich mich bemühen, dazu einen kompetenten Referenten zu gewinnen, der zu moderaten Konditionen uns informiert. Wenn das Thema in mein Fachgebiet fällt , werde ich auch gelegentlich selbst eine Präsentation gestalten. Die Vorbereitung finde ich am effektivsten, wenn sie im Team geschieht. Die Idee steht und fällt mit der Resonanz, also ganz schlicht: keine Anmeldung = keine Fortbildung. Deswegen eine Ermunterung, sich rege zu beteiligen.

 

Teilnehmerwünsche entscheidend

 

Als Resultat sollten nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden nach Hause gehen, sondern wir haben als JVU auch die Chance, für Fortbildung der Jägerschaft einen gewissen Standard zu formulieren. Ich sehe auch keine Konkurrenz zu wichtigen und unverzichtbaren Seminaren des Landesjagdverbandes, z.B. im Jagdschloss Kranichstein, die uns allen sehr willkommen sind. Es kann auch einmal sein, dass ein solcher Baustein gerade bei uns nachgefragt wird, dann sollten wir auch mal gemeinsam nach Kranichstein fahren oder aber eine Zweitveranstaltung erbitten. Ich meine Themen, die aus dem örtlichen bzw. regionalen Jagdverein kommen und dort zeitnah angeboten werden, also eine mehr nachfragebezogene Sicht. Es wird nicht etwas angeboten und geschaut, wer teilnimmt, sondern es werden Wünsche ermittelt und versucht, diese relativ kurzfristig ( Vorlauf ca. ½ bis 1 Jahr ) zufrieden zu stellen.

 

Jägerinnen und Jäger als Dialogpartner

 

Und schließlich noch ein ganz wichtiger Punkt: Es sollte interne und öffentliche Seminare geben, d.h. z.B. eine Lehrwanderung über geschützte Arten sollte auch in der Presse erscheinen und Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme bzw. Anmeldung ermuntern. So kann neben der ausgezeichneten Möglichkeit des Lehrwagens „Lernort Natur“, die federführend Angelika Rohn managt und sich vorwiegend an Kinder und Jugendliche richtet, der Dialog in erster Linie mit Erwachsenen draußen im Revier oder auch im Saal vertieft und verbessert werden.

 

Der Schuh muss passen

 

Weder mir selbst noch anderen möchte ich dabei einen zu großen Schuh anziehen, denn die Terminkalender sind bei allen nahezu voll. Das Ziel ist zunächst einmal pro Jahr zwei Stunden. Und es soll natürlich in der jagdlich ruhigeren Zeit stattfinden, sofern themenbedingt möglich. Beispiel: Vortrag  über Äsungsflächen im April, Exkursion dazu im Sommer. Ich bitte um regen Rücklauf der Anmelde- und Ideenliste. Es müssen nicht gleich druckreife Themenvorschläge, sondern können auch Stichpunkte sein.

Vielen Dank im Voraus. Lothar Cramer

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